New Balance Sneaker made in USA und England

New Balance Sneaker gehören heutzutage fest zum Sortiment der meisten Sport Shops. Das Alleinstellungsmerkmal dieser Marke ist, dass sie nach wie vor Sportschuhe in unterschiedlichen Weiten anbietet. Sportler mit Füßen, die entweder zu schmal oder zu breit für andere Marken sind, finden bei New Balance technologisch ausgereifte Laufschuhe und Sneaker, die ihnen passen. Die Geschichte der Marke reicht bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurück, alles begann mit der Herstellung von orthopädischen Schuheinlagen und der Beobachtung von Hühnern.

Die Geschichte der Marke New Balance

Die Marke New Balance wurde als New Balance Arch Support Company 1906 von einem britischen Einwanderer, William J. Riley, in Boston gegründet. Es wird erzählt, dass Riley Hühner in seinem Hinterhof beobachtet und festgestellt habe, dass das Körpergewicht der Hühner durch den Drei-Zehen-Fuß besonders gut ausbalanciert wird. Basierend auf dieser Beobachtung soll er die ersten Sohlen entwickelt haben, die den Träger in eine "neue Balance" bringen. Aus dieser Idee sei der Name "New Balance" entstanden.

Zu Beginn produzierte das Unternehmen ausschließlich orthopädische Schuheinlagen und Schuhsohlen. Der beste Verkäufer der Firma war Arthur Hall, er wurde 1934 zum Geschäftspartner von Riley und übernahm schließlich die ganze Firma. 1956 verkaufte er das Unternehmen an seine Tochter und ihren Mann, Eleanor und Paul Kidd.

Der New Balance Trackster

Die beiden entwickelten um 1960 jenen Laufschuh, der als Meilenstein in der Geschichte der Marke New Balance gilt. Der "NB Trackster" war der erste Laufschuh weltweit, der über eine wellenförmige Sohle verfügte und in unterschiedlichen Weiten produziert wurde. Der Schuh wurde von verschiedenen College Mannschaften für ihre Cross-Country-Teams gekauft. Es dauerte nicht lange, bis sich dieser Laufschuh durch Mundpropaganda einen Namen gemacht hatte. Zu diesem Zeitpunkt wurden etwa 30 Paar Trackster pro Tag produziert, das Unternehmen war also noch vergleichsweise klein.

Am Tag des Boston Marathons im Jahre 1972 kaufte Jim Davis das Unternehmen. Er sorgte mit verschiedenen Marketing Kampagnen dafür, dass die Firma wuchs und in den ganzen USA bekannt wurde. Zusammen mit seiner Frau Anna entwickelte er weitere Schuhmodelle und begann auch den internationalen Vertrieb. Für den weltweiten Durchbruch sorgte der "NB 320", der beim Runner's World Magazine Award den ersten Platz als damals bester Laufschuh gewann.

New Balance in den 1980er Jahren

Bereits Ende der 70er Jahre wurde der Laufsport in den USA zum Breitensport. In dieser Zeit feierten einige Sportartikelhersteller große Erfolge mit verschiedenen Laufschuhen. Ein bis heute beliebtes Modell von New Balance entstand in dieser Zeit, der "NB 565" erschien 1983. Er gehörte zu den ersten Laufschuhen, die speziell für das Gelände und nicht den Asphalt Untergrund konzipiert waren. Er besteht aus strapazierfähigen Materialien und bietet bei hohem Tragekomfort eine rutschfeste Untersohle, die ihn ideal für unebenes Gelände und wechselnde Untergründe macht.

Der NB 565 wird auch heute noch in verschiedenen Colorways verkauft, die an das Original Design aus den 80er Jahren angelehnt sind. Der Oberschuh besteht heute wie damals aus Wildleder und Mesh.

Eine Weiterentwicklung des Schuhs ist der "NB Everlight". Er wird nicht geschnürt, sondern mit einem Reißverschluss in der Mitte der Oberseite geschlossen. Die Materialien sind außerdem etwas leichter, der Oberschuh besteht aus textilem Gewebe.

Mittlerweile gehört New Balance zu den größten Sportmarken mit dem viertgrößten Umsatz im Sneaker Bereich. Nach wie vor wird die Firma von Jim Davis geführt. Am Konzept der unterschiedlichen Weiten hält das Unternehmen auch heute noch fest. Das gilt auch für die Produktion der Sportschuhe in den USA. Während die Sneaker der Konkurrenz heutzutage überwiegend in Fernost gefertigt werden, betreibt New Balance auch heute noch fünf Werke in den USA und eines in England mit insgesamt 4000 Mitarbeitern.